Wellen, Hygge und Helms Klamm (=Stevns Klint)
Als Helms Horn durch Sturm und Gischt erscholl, da brach unser Mut hervor wie ein Feuer in der Nacht: furchtlos ritten wir, den Reitern von Rohan gleich, hinaus auf die tosende See. Bei Windstärke 7 warfen uns die Wellen empor und hinab, doch wir tanzten weiter durch die aufbäumenden Wasserberge und dunklen Täler, vorbei an dem erhabenen Naturschauspiel des der Klippen von Stevens Klint — immer beseelt von einem einzigen Ziel: Helms Klamm. Nach einer Seefahrt, die endlos schien und doch allen Gezeiten trotzte, offenbarte sich uns schließlich der Ort unserer Sehnsucht, eingeschlossen in die bleichen Mauern der Kreidefelsen: das Zementwerk*.
Wir hatten super Glück mit dem Wetter, Sonne, Wolken, Hagelschauer mit Regen, Wellen aus allen Himmelsrichtungen – herrlich – ach ja und die Kreidedusche während des Platzregens nicht zu vergessen – alles so schön gesprenkelt – verlieh uns einen neuen Look.
Stevns Klint ist Unesco-Welterbe, weil es weltweit der beste Ort ist, um die Spuren des Asteroideneinschlags zu sehen, der vor 66 Mill. Jahren die Dinos auslöschte und das Leben auf der Erde veränderte. Bewahrt ist dies in einer dünnen Schicht Fischton zwischen Kreide und Kalkstein. Geformt sind die Klippen wie die Wellen des Meeren auf dem wir vorbeipaddelten.
Unsere Zelte durften wir beim dänischen Roklubben von Faxe Ladeplads aufschlagen und das komfortable, gemütliche Clubhaus nutzen. Nicht zu vergessen die kulinarischen Genüsse von Dillchips über Kanel- und Kardamomsnegle, Chili con carne bis Brokkoli-Knoblauch-Soße.
Herzlichen Dank an Tim, der es mit seinem unermüdlichen Einsatz erst möglich gemacht hat, dass wie diese Erfahrungen auf dem bewegten Meer der Ostsee machen durften.
* In den dänischen Sagen bedeutet „Helms Klamm“ dem Vernehmen nach so viel wie: Zementwerk.
